Schimmel an der Wand entfernen: eine praktische Anleitung in sieben Schritten
Schimmel an der Wand ist ein Feuchteproblem, das sich an der Oberfläche zeigt. Den Fleck können Sie an einem Nachmittag entfernen. Bleiben aber das Leck, das Tauwasser oder die hohe Luftfeuchte, von denen er gelebt hat, kommt der Schimmel innerhalb von Wochen zurück. Wer Schimmel an der Wand richtig entfernt, kümmert sich zuerst um das Wasser und dann um den Fleck. Die Anleitung zeigt, wie Sie oberflächlichen Befall von einem Problem in der Wand unterscheiden und womit Sie reinigen. Sie nennt die nötigen Schritte und die Grenze, ab der die Arbeit in die Hände eines Fachbetriebs gehört.
Dieser Ratgeber folgt dem Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden und dem Ratgeber Schimmel im Haus des Umweltbundesamts. Er dient der Information und ersetzt keine fachliche Begutachtung. Schimmel auf mehr als etwa 0,5 m², Schimmel in Wandhohlräumen und Schimmel nach größeren Wasserschäden gehören in die Hände eines Fachbetriebs für Schimmelsanierung.
Die kurze Antwort
Einen kleinen, oberflächlichen Befall auf einer verputzten oder gestrichenen Wand, kleiner als etwa 0,5 m² und mit bekannter Ursache, können Sie nach dem Umweltbundesamt meist selbst entfernen. Tragen Sie dabei eine FFP2-Maske, Handschuhe und eine Schutzbrille. Beseitigen Sie zuerst die Feuchtequelle. Wischen Sie die Stelle mit einem Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol oder einem Haushaltsreiniger ohne Essig ab und trocknen Sie die Wand vollständig. Chlor und Essig sind an der Wand die falsche Wahl. Wenn der Schimmel größer als etwa 0,5 m² ist, immer wiederkommt oder auf weichem, bröckelndem Putz oder Gipskarton sitzt, beauftragen Sie am besten einen Fachbetrieb.
Zuerst: oberflächlicher Befall oder ein größeres Problem?
Schimmel an der Wand ist nicht gleich Schimmel an der Wand. Schimmel auf dem Anstrich und Schimmel, der im Putz oder im Gipskarton dahinter wurzelt, sind zwei verschiedene Aufgaben.
Oberflächlicher Befall sitzt auf dem Anstrich oder einer geschlossenen Oberfläche. Er lässt sich abwischen, und die Wand darunter fühlt sich fest und trocken an. Diesen Fall können die meisten Bewohner selbst übernehmen.
Schimmel in der Wand ist eine andere Lage. Darauf deuten Flecken hin, die nach dem Reinigen wieder durchschlagen, oder Putz und Gipskarton, die sich weich anfühlen. Auch Farbe, die Blasen wirft oder abblättert, und ein muffiger Geruch bei sauberer Oberfläche sind Hinweise. Ein früheres Leck in einer Leitung, am Dach oder ein Hochwasser hinter dieser Wand macht es wahrscheinlicher. Schimmel in Dämmung, auf dem Ständerwerk, auf der Rückseite von Gipskarton oder tief im Putz muss freigelegt und beurteilt werden, und das ist eine Aufgabe für Fachleute.
Eine schnelle Probe: Drücken Sie vorsichtig auf die Wand rund um den Fleck. Fest und stabil spricht für oberflächlichen Bewuchs. Weich, bröckelnd oder feucht spricht dafür, dass das Problem tiefer reicht.
Schimmel oder Stockflecken: warum die Bezeichnung nichts an der Reinigung ändert
Viele fragen sich, ob sie Schimmel oder nur Stockflecken vor sich haben. Stockflecken sind ein flacher, oberflächlicher Bewuchs, meist grau oder weißlich und pudrig. Andere Schimmelpilze wachsen flauschig oder schmierig und erscheinen grün, schwarz oder braun. Der schwarze Bewuchs, der am meisten Sorgen macht, ist manchmal Stachybotrys chartarum, oft als giftiger Schwarzschimmel bezeichnet, der Mykotoxine bildet. Für die Reinigung an der Wand ist die Behandlung aber in beiden Fällen dieselbe. Die Farbe sagt nicht zuverlässig, wie gefährlich ein Bewuchs ist, und niemand kann eine Art mit bloßem Auge bestimmen. Gehen Sie deshalb mit jedem Fleck gleich vorsichtig um.
Wenn Sie vor dem Start klären möchten, was Sie vor sich haben, beschreibt der Ratgeber Schwarzschimmel oder Stockflecken den Wischtest, und es gibt eigene Fassungen für das Bad und für Holz. Ein Foto im kostenlosen Schimmeldetektor bewertet den Fleck außerdem im Vergleich zu Stockflecken und Verfärbungen.
Was Sie vorher bereitlegen
Wenn alles bereitliegt, müssen Sie während der Arbeit nicht durch die Wohnung laufen und tragen keine Sporen mit.
- Eine FFP2-Maske oder besser. Schimmel setzt beim Aufwühlen Sporen frei, und die sollten Sie nicht einatmen.
- Schutzhandschuhe aus Kunststoff, etwa aus Nitril.
- Eine Schutzbrille, die dicht am Gesicht anliegt.
- Ein Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol (Ethanol oder Isopropanol) oder ein haushaltsüblicher Reiniger ohne Essig. Beides nennt das Umweltbundesamt für Putz und gestrichene Wände.
- Mikrofasertücher und eine weiche Bürste oder ein Schwamm, der nicht kratzt.
- Saubere Lappen und ein Eimer mit warmem Wasser.
- Abdeckfolie und Malerkrepp für Boden und Möbel in der Nähe.
- Reißfeste Müllsäcke und ein Ventilator oder Luftentfeuchter zum Trocknen.
- Ein Staubsauger mit HEPA-Filter und dichtem Gehäuse, falls Sie einen besitzen oder leihen können. Ein normaler Staubsauger bläst feine Sporen zurück in die Luft.
Schritt für Schritt: den Schimmel entfernen
Diese Methode ist für Wände gedacht. An der Decke ändert sich die Arbeit, weil die Schwerkraft das Reinigungsmittel und alles, was Sie lösen, auf Gesicht und Unterarme bringt. Die Schutzbrille ist dort Pflicht, und die Reihenfolge verschiebt sich. Die Fassung für Arbeiten über Kopf beschreibt der Ratgeber Schimmel an der Badezimmerdecke entfernen.
Beseitigen Sie zuerst die Feuchtequelle
Dieser Schritt wird oft übersprungen, und er ist der Grund, warum Schimmel wiederkommt. Schimmel braucht Feuchtigkeit, deshalb löst erst die Beseitigung des Wasserproblems die Sache wirklich. Suchen Sie die Ursache in der Nähe des Befalls. Häufig sind es eine undichte Leitung in der Wand, ein undichtes Dach oder Fenster, Tauwasser an einer kalten Außenwand oder Wärmebrücke, ein schlecht gelüftetes Bad oder hohe Luftfeuchte. Reparieren Sie das Leck, lüften Sie besser oder stellen Sie einen Luftentfeuchter auf, je nachdem, was die Lage verlangt. Die Luftfeuchte sollte nach dem Umweltbundesamt nicht dauerhaft über 65 bis 70 % liegen, und mit 40 bis 50 % bleiben Sie sicher darunter.
Wenn Sie die Wand reinigen, bevor die Feuchtigkeit behoben ist, hält das Ergebnis nur auf Zeit.
Schützen Sie sich und grenzen Sie den Bereich ab
Setzen Sie Maske, Handschuhe und Brille auf, bevor Sie etwas berühren. Schließen Sie die Türen zu anderen Räumen, damit sich die Sporen nicht in der Wohnung verteilen. Öffnen Sie im Arbeitsbereich ein Fenster. Legen Sie Folie unter die Wand, um Tropfen und Schmutz aufzufangen, und kleben Sie sie fest. Räumen Sie Möbel, Kleidung und Spielzeug aus dem Raum oder decken Sie sie ab.
Saugen Sie lose Sporen ab (optional, aber hilfreich)
Wenn Sie einen Staubsauger mit HEPA-Filter haben, führen Sie ihn leicht über die befallene Stelle und die Wand daneben, bevor Feuchtigkeit ins Spiel kommt. So gelangt beim Wischen weniger in die Luft. Das Umweltbundesamt zieht feuchtes Wischen dem Saugen vor und rät vom Fegen ganz ab. Die Staubsaugerbeutel können Sie danach in einem verschlossenen Beutel mit dem Hausmüll entsorgen.
Tragen Sie das Reinigungsmittel auf
Für verputzte oder gestrichene Wände nennt das Umweltbundesamt zwei Möglichkeiten, einen Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol oder einen haushaltsüblichen Reiniger ohne Essig. Tragen Sie das Mittel mit einem Mikrofasertuch auf, bis die Stelle feucht ist. Alkohol wischen Sie auf und sprühen ihn nicht, weil Brand- und Explosionsgefahr besteht. Verwenden Sie nur kleine Mengen, lüften Sie gut, rauchen Sie nicht und halten Sie offenes Feuer fern. Essig ist auf Putz ungeeignet, weil der Kalk die Säure neutralisiert und der Essig dem Schimmel zusätzliche Nahrung liefern kann.
Reinigen Sie behutsam und wischen Sie nach
Bearbeiten Sie die Stelle mit kleinen, kreisenden Bewegungen mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm, der nicht kratzt. Ziel ist, den Schimmel von der Oberfläche zu lösen, ohne den Anstrich zu beschädigen oder Sporen tiefer hineinzudrücken. Nehmen Sie die gelösten Reste mit einem feuchten Tuch auf und spülen Sie es oft im Eimer aus, damit Sie den Schimmel nicht auf saubere Stellen verteilen. Wechseln Sie das Wasser, sobald es schmutzig wird.
Den Schimmel physisch zu entfernen zählt mehr, als ihn abzutöten. Auch abgestorbene Sporen können allergische Reaktionen auslösen, deshalb ist eine Wand, die nur desinfiziert wurde und noch belegt ist, nicht fertig. Machen Sie weiter, bis die Fläche sichtbar sauber ist.
Trocknen Sie die Wand vollständig
Zurückbleibende Feuchtigkeit lädt den Schimmel direkt wieder ein. Wischen Sie die Wand mit einem trockenen Tuch ab und lassen Sie einen Ventilator oder Luftentfeuchter laufen, bis sie sich vollständig trocken anfühlt. Streichen Sie nicht zu früh. Farbe auf einer feuchten oder noch befallenen Fläche blättert meist ab und schließt das Problem darunter ein.
Entsorgen Sie die Materialien sicher
Packen Sie gebrauchte Lappen, Folie und Bürsten oder Schwämme, die Sie nicht weiter verwenden, in reißfeste Müllsäcke. Verschließen Sie die Säcke, ohne die Luft herauszudrücken, damit keine Sporen entweichen, und entsorgen Sie sie mit dem Hausmüll. Tragen Sie sie nicht offen durch die Wohnung. Waschen Sie Ihre Kleidung danach gründlich und separat.
Warum Chlor an der Wand nicht passt
Zum chlorhaltigen Schimmelspray greifen viele aus Gewohnheit, und an der Wand ist es meist das falsche Mittel. Auf porösem Putz oder Gipskarton bleicht Chlor den Fleck aus, sodass die Wand sauber wirkt, während die lebende Kolonie darunter weiter wurzelt. Der Mechanismus ist einfach. Das aktive Chlor bleibt an der Oberfläche und zerfällt, bevor es den Schimmel tief in den Poren erreicht, während das Wasser aus der Lösung einzieht. Chlorlösungen bestehen größtenteils aus Wasser, und diese Restfeuchte kann dem verbliebenen Schimmel weiter nützen.
Die Empfehlungen des Umweltbundesamts stützen das. Das Umweltbundesamt hält Biozide, zu denen chlorhaltige Schimmelentferner gehören, bei der Schimmelsanierung in der Regel für nicht notwendig. Von Lösungen mit Fungiziden im Innenraum rät es ab, weil die Wirkstoffe lange in den Räumen verbleiben können. Auf harten, nicht saugenden Flächen wie Fliesen oder einer Duschabtrennung aus Glas genügen nach dem Leitfaden Wasser und ein Haushaltsreiniger. An der Wand sind ein Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol oder ein Haushaltsreiniger ohne Essig die bessere Wahl.
Wann Gipskarton oder Putz heraus muss
Reinigen hilft, solange der Schimmel auf dem Anstrich oder einer geschlossenen Oberfläche sitzt. Es hilft nicht mehr, sobald der Schimmel in den Gipskarton oder tief in den Putz gewachsen ist.
Gipskarton, dessen Kartonschicht sichtbar vom Bewuchs durchdrungen ist, wird herausgeschnitten und ersetzt und nicht abgewischt. Karton und Gipskern saugen beide, und der Schimmel durchzieht die Fasern so, dass keine Reinigung ihn erreicht. Dasselbe gilt, wenn der Gipskarton weich oder bröckelig ist oder die Flecken durch die Kartonschicht dringen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, befallene Gipskartonplatten auszubauen und dabei etwa 30 bis 40 cm über die befallene Zone hinauszugehen. Bei massiven Wänden reicht tiefer Befall im Putz so weit, dass der Putz abgeschlagen werden muss, und auch das gehört in die Hände eines Fachbetriebs. Danach trocknet der Bereich, die Feuchtequelle wird beseitigt, und neues Material kommt hinein. Tapeten verbergen Schimmel gut. Wenn Sie unter einer sich lösenden Ecke Bewuchs finden, rechnen Sie mit mehr hinter der übrigen Bahn. Befallene Tapeten feuchten Sie nach dem Umweltbundesamt vor dem Ablösen an, damit weniger Sporen aufgewirbelt werden.
Wann ein Fachbetrieb übernehmen sollte
Selbst übernehmen können Sie die Arbeit, wenn der Schimmel kleiner als etwa 0,5 m² ist, ungefähr ein Fleck von 70 × 70 cm. Er sollte nur oberflächlich auf Putz oder Anstrich sitzen, die Wand darunter sollte fest und die Ursache bekannt sein. Ein Fachbetrieb für Schimmelsanierung ist die bessere Wahl, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
| Merkmal | Selbst machen | Fachbetrieb beauftragen |
|---|---|---|
| Befallene Fläche | Unter etwa 0,5 m² (etwa 70 × 70 cm) | Über etwa 0,5 m² |
| Untergrund | Gestrichen oder verputzt, fest darunter | Weicher, bröckelnder oder durchfeuchteter Putz oder Gipskarton |
| Lage | Nur sichtbare Oberfläche | Im Wandhohlraum, in der Dämmung oder in einer Lüftungsanlage |
| Vorgeschichte | Kein größerer Wasserschaden | Früheres Hochwasser oder lange unentdecktes Leck |
| Ursache | Bekannt und beseitigt | Unklar |
| Wiederkehr | Erstes Auftreten | Kommt nach dem Reinigen immer wieder |
| Gesundheit | Keine empfindlichen Bewohner | Asthma, Allergie oder geschwächtes Immunsystem im Haushalt |
Was eine Schimmelsanierung kostet, hängt von der Fläche, der Tiefe des Befalls, dem Material, das ersetzt werden muss, und dem Aufwand für Abschottung und Trocknung ab. Eine staatliche Zulassung für Sanierungsfirmen gibt es in Deutschland nicht. Das Umweltbundesamt nennt in seinen Antworten auf häufige Fragen Qualitätskriterien, darunter ein schriftliches Sanierungskonzept mit Kostenschätzung vor Beginn und eine Erfolgskontrolle durch externe Sachverständige.
So kommt der Schimmel nicht zurück
Vorbeugen heißt vor allem, die Feuchtigkeit zu kontrollieren, und das schützt zugleich die Luftqualität in der Wohnung. Halten Sie die Luftfeuchte im Blick, und stellen Sie in feuchten Räumen und Kellern einen Luftentfeuchter auf. Lassen Sie den Badlüfter beim Duschen und danach laufen, und lüften Sie beim Kochen. Beheben Sie Lecks schnell, damit ein langsames Tropfen nicht über Monate an der Wand arbeitet. Sorgen Sie für Luftbewegung in Schränken und Ecken, in denen die Luft steht, und rücken Sie Möbel etwa 10 cm von Außenwänden ab, wie es das Umweltbundesamt empfiehlt. An Außenwänden und Wärmebrücken, die im Winter kalt werden und schwitzen, verringern eine bessere Dämmung und regelmäßiges Stoßlüften das Tauwasser, von dem der Schimmel lebt. Nach jedem Wasserschaden, etwa einem Rohrbruch, einem übergelaufenen Gerät oder einem Unwetter, trocknen Sie den Bereich innerhalb von 24 bis 48 Stunden. In diesem Zeitraum setzt sich Schimmel typischerweise fest.
Kann Schimmel an der Wand krank machen?
Schimmel wirkt auf Menschen unterschiedlich. Viele bemerken gereizte Atemwege, eine verstopfte Nase, Husten, juckende Augen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit, und Menschen mit Asthma oder einer Schimmelallergie reagieren meist stärker. Ein Teil der Menschen trägt Gene, die es dem Immunsystem erschweren, Biotoxine aus Schimmel zu beseitigen. Bei ihnen wird eine anhaltende Belastung mit breiteren Beschwerden in mehreren Organsystemen in Verbindung gebracht, die manchmal als chronisches inflammatorisches Response-Syndrom (CIRS) zusammengefasst werden. Gehirnnebel, ungeklärte Erschöpfung, Gelenkschmerzen und Lichtempfindlichkeit können zu diesem Muster gehören.
Wenn Sie mit sichtbarem Schimmel gelebt haben und Beschwerden ohne klare Ursache haben, kann es sich lohnen, die neurologischen Folgen einer Biotoxin-Belastung prüfen zu lassen. Der Test der visuellen Kontrastempfindlichkeit ist ein kostenloser Weg, eines der messbaren Zeichen zu Hause zu prüfen. Unsere Übersicht der Symptome einer Schimmelvergiftung hilft Ihnen einzuschätzen, ob Ihre Beschwerden zu dem Muster passen. Ein Screening ist keine Diagnose, und auffällige Ergebnisse besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Der Test ist derzeit auf Englisch verfügbar.
Häufige Fragen
Hilft Essig gegen Schimmel an der Wand?
Auf Putz und gestrichenen Wänden rät das Umweltbundesamt von Essig ab. Der Kalk im Putz neutralisiert die Säure, und der Essig bringt organische Nährstoffe auf die Wand, die das Pilzwachstum sogar fördern können. Besser geeignet sind ein Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol oder ein haushaltsüblicher Reiniger ohne Essig. Schimmel, der in den Gipskarton oder tief in den Putz gewachsen ist, lässt sich mit keinem Mittel abwischen und muss entfernt werden.
Kann ich Schimmel an der Wand einfach überstreichen?
Als Dauerlösung nicht. Farbe über lebendem Schimmel blättert meist ab, und der Bewuchs wächst darunter weiter. Entfernen Sie den Schimmel, beseitigen Sie die Feuchtigkeit und lassen Sie die Wand vollständig trocknen, bevor Sie neu streichen. Von schimmelhemmenden Farben mit Bioziden rät das Umweltbundesamt in Wohnräumen ab. Mineralische Silikat- oder Kalkfarben hemmen neuen Bewuchs durch ihren hohen pH-Wert, behandeln aber keinen vorhandenen Schimmel.
Woran erkenne ich, dass der Schimmel in der Wand sitzt?
Typische Zeichen sind Flecken, die nach dem Reinigen wieder durchschlagen, und weicher oder sich wölbender Gipskarton oder Putz. Auch ein anhaltend muffiger Geruch und frühere Lecks oder Wasserschäden an dieser Stelle sprechen dafür. Jedes dieser Zeichen spricht dafür, dass der Bewuchs im Hohlraum oder tiefer im Material sitzt und fachkundig beurteilt werden sollte.
Ist schwarzer Schimmel an der Wand ein Notfall?
Die Farbe allein verrät nicht, wie gefährlich ein Bewuchs ist, und niemand kann eine Art mit bloßem Auge bestimmen. Gehen Sie mit jedem größeren schwarzen Fleck vorsichtig um. Wenn er größer als etwa 0,5 m² ist oder auf durchfeuchtetem Gipskarton sitzt, überlassen Sie ihn besser einem Fachbetrieb.
Wie schnell kommt Schimmel nach dem Reinigen zurück?
Wenn die Feuchtequelle noch besteht, kann der Schimmel innerhalb weniger Wochen zurückkehren. Sobald das Wasserproblem behoben ist und die Luftfeuchte im Rahmen bleibt, kann eine gründlich gereinigte Fläche dauerhaft frei bleiben.
Quellen
Sie leben mit Schimmel und fühlen sich nicht wohl?
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